GriwaRent AG

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IHR PARTNER FÜR IMMOBILIEN IN GRINDELWALD


Mieten, vermieten, bauen, erwerben oder einrichten. Die GriwaGroup realisiert Lebensträume.


Dreams come true! Hunderte Male durften wir in den zurückliegenden Jahrzehnten für unsere Kunden Träume realisieren. Räume zu Träumen machen – eine wunderbare Aufgabe!

Fünf Firmen – eine Familie


Zur GriwaGroup gehören fünf eigenständige Firmen, die eng zusammenarbeiten.

 

GriwaArchitektur AG

 

Die GriwaArchitektur AG plant und realisiert als Architekturbüro sowohl Neubauten, wie auch Umbauten und Sanierungen.

 

GriwaTreuhand AG

 

Die GriwaTreuhand AG unterstützt Sie beim Kauf und Verkauf sowie der Dauermiete von Immobilien. Sie bewirtschaftet ebenfalls Liegenschaften und Stockwerkeigentümergemeinschaften als Verwalterin.

 

 

GriwaRent AG

 

Die GriwaRent AG ist Ihr Partner bei der Miete als Feriengast, oder der Vermietung Ihrer persönlichen Ferienwohnungen an Dritte.

 

Wohncenter von Allmen AG

 

Das jüngste Mitglied der GriwaGroup, die Wohncenter von Allmen AG bietet Ihnen Wohndesign, Einrichtungskonzepte und natürlich Möbel zum Wohlfühlen.

 

Alpin Lifestyle Hotel ASPEN

 

Das Hotel ASPEN lädt mit Hotelzimmern und Suiten im Alpin Chic Stil zum Verweilen ein. Das Hotel bietet ausserdem ein Gourmet-Restaurant und ein Wellness & SPA, mit Kreutersauna, Aussenwhirlpool und diversen Massagen.


Es ist Zeit für eine Nachfolgeregelung


Markus Friedli war rund 30 Jahre lang Geschäftsführer der Unternehmung GriwaGroup. Jetzt hat er einen Teil seiner Führungsverantwortung an seine Mitarbeitenden abgeben. Warum er diesen Entscheid getroffen hat und wie es ihm damit geht, erzählt er im Interview (siehe unten). 

Interview mit Markus Friedli

Markus Friedli (57), Gründer und langjähriger Geschäftsführer der GriwaGroup, hat sich nach 30 Jahren dazu entschlossen, einen Teil der Verantwortung abzugeben.Foto: zvg

Kurze Frage zum Einstieg: Wer ist Markus Friedli?

Markus Friedli: (lacht) Markus Friedli kommt aus Wynigen bei Burgdorf, ist dort aufgewachsen und hat eine Schwester. Die Familie besitzt eine Schreinerei. Meine erste Ausbildung ist auch die eines Schreiners. Nach bestandener Lehre kam die Frage, wie es weitergehen sollte. Eigentlich wollte ich Lehrer werden. Das war immer so ein Traumberuf von mir. Allerdings habe ich dann das Technikum Architektur gemacht und 1984 abgeschlossen. Danach ging es eineinhalb Jahre zum Militär. Mittlerweile hatte es sich ergeben, dass mein Schwager den elterlichen Betrieb übernommen hatte. So bekam ich Gelegenheit, im architektonischen Bereich in Grindelwald noch etwas Praxiserfahrung zu sammeln. Nachdem ich diese beisammen hatte, standen neue Entwicklungen an. Ich wurde von fünf weiteren Architekten gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen zusammen die GriwaPlan AG zu gründen. Das haben wir dann getan. Wir haben sprichwörtlich mit Null angefangen und zuerst wenige einzelne Projekte realisiert. Dies hat sich bis Ende der 80er-Jahre gezogen. Es gab aber dann Zeiten, da war ich allein mit einem Bauzeichner und einer Sekretärin. Als wir aber das Chalet Diamant erstellt haben, haben die Projekte langsam Fahrt aufgenommen. Auch privat. 1991 habe ich meine Frau geheiratet. Aufgrund des Rückgangs der Bautätigkeiten zu Beginn der 90er-Jahre, haben wir uns entschlossen, ein weiteres Standbein aufzubauen. In Grindelwald gab es damals keine Immobilientreuhand. Das war eine Gelegenheit. Allerdings habe ich mir gesagt, «wenn ich in dieses Business einsteigen will, muss ich mich erst weiterbilden», und so habe ich die Ausbildung zum Immobilientreuhänder gemacht und abgeschlossen. Dazu bin ich unter anderem 52 Mal nach Zürich gefahren. Nach diesem Schritt folgten viele weitere Projekte und auch Unternehmensgründungen, die allesamt eine Wertschöpfungskette generiert haben. Angefangen bei der Erstellung und Projektplanung durch die GriwaPlan AG, die Vermarktung und Verwaltung dieser durch die GriwaTreuhand AG, die Vermietung von erstellten Ferienwohnungen durch die GriwaRent AG und die Beratung von Unternehmen durch die GriwaHotels AG sowie die GriwaConsulting AG, deren Geschäftsführer ich 30 Jahre lang war.

Was waren die genauen Gründe für die Umstrukturierung und die Nachfolgeregelung an sich? Und warum ist die Regelung jetzt so realisiert worden, wie sie seit dem 1. Januar 2017 ist?

Wie vieles in der Geschichte der GriwaGroup ist das auch nicht planbar gewesen. Man kann anhand der vergangenen 30 Jahre sehen, dass sich sehr viel aus bestimmten politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten entwickelt hat. Einerseits ist klar, dass jede Nachfolgeregelung rund fünf bis zehn Jahre braucht. Nach 30 Jahren GriwaPlan ist es auch hier an der Zeit, eine Nachfolgeregelung zu etablieren und in die Zukunft zu schauen. Um die Nachfolgeregelung für die gesamte Gruppe so gut wie möglich zu machen, haben wir uns entschlossen, eine Holdinggesellschaft zu gründen. In der GriwaGroup Holding AG sind einige der ehemals eigenständigen Unternehmen der Gruppe integriert, und langjährige Mitarbeitende haben diese als Geschäftsführerin beziehungsweise Geschäftsführer übernommen. Zudem sitzen sie auch im Verwaltungsrat und sind als Aktionäre beteiligt. Ich selbst ziehe mich etwas aus dem operativen Geschäft zurück, halte allerdings auch Aktien an den Unternehmen und bin weiterhin in den Verwaltungsräten aktiv.

Warum?

(lacht) Das hat wohl biologische Gründe. Ich bin 57 Jahre alt, da muss man sich mal Gedanken machen, wie es weitergeht. Aber jetzt kommen wir zu einer meiner Grundmotivationen: Ich bin immer gerne der Lehrer gewesen. Mir macht nichts mehr Freude, als wenn ich mit Menschen arbeiten und diese aufbauen kann. Das habe ich mit den jetzigen Geschäftsführern mehrere Jahre lang gemacht. Wir haben ein hervorragendes Know-how, und das Unternehmen hat eine bestimmte Kultur. Bei uns stehen immer die Menschen im Mittelpunkt. Daher ist es für mich eine grosse Freude und auch der nächste logische Schritt, dass ich diesen Personen einen Teil der Führungsverantwortung abgeben kann. Und operativ ändert sich ja nicht viel. Für mich ist das super, wenn ich weiterhin unterstützend und beratend zur Seite stehen kann. Ich kann mich gut von Teilen des Unternehmens trennen. Schliesslich bin ich ja nicht mit meiner Arbeit verheiratet.

Das spiegelt etwas Ihren Gleichmut wider, den Sie an den Tag legen.

Ja, ich habe immer nach dem Grundsatz gelebt «Ora et labora», und der Rest ergibt sich von selbst. Wie gesagt: Ich bin mit meiner Arbeit nicht verheiratet gewesen. Das bin ich auch heute nicht. Wissen Sie, etwas muss man ja machen. Und ich habe das hier gemacht. (lacht) Vielleicht ist das aber auch der grosse Unterschied. Ich habe nie grosse Strategien oder Businesspläne gemacht. Ich habe es immer wachsen lassen und einfach meinen Job erledigt. Daher ist es jetzt besonders schön, dass ich das so weitergeben kann. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es ist mir nicht egal, was passiert. Deswegen haben wir ja diese neuen Strukturen einer Holdinggesellschaft etabliert, an denen die führenden Mitarbeitenden auch anhand ihres Aktionariats beteiligt sind. Die Mitarbeitenden haben natürlich die Möglichkeit, in drei Jahren zu sagen, dass es ihnen nicht liegt und sie lieber etwas anderes machen wollen. Es wird niemand irgendwo hineingedrückt. Sie werden aber auch aus meiner Sicht nicht überfordert sein. Ein Grundstein dafür ist natürlich auch, dass die Unternehmen, die sie übernommen haben, grundsolide sind und eine gute Ausgangslage bieten. Sonst hätte ich die Firmen auch nicht weitergegeben.

Aber in den 30 Jahren haben Sie auch Fehler gemacht?

Ja, sicher. Beispielsweise habe ich das schwierige Marktumfeld für die GriwaRent am Anfang unterschätzt. Aber auch hier kann ich sagen, dass ich mit der neuen Geschäftsführerin, die auch schon gut drei Jahre dabei ist, jemanden gefunden habe, der dieses Unternehmen seitdem, und jetzt seit 1. Januar alleinverantwortlich, hervorragend geführt hat und führt.

Es gab für Sie in den vergangenen Jahren viel zu tun und zu managen. Wie erholen Sie sich, und womit laden Sie Ihre Batterien wieder auf?

Ich konnte mir während der Zeit immer einen gesunden Abstand bewahren. Sicher gab es auch sehr herausfordernde Zeiten, in denen ich viel gearbeitet habe. Da war ich auch mal sechs Tage im Büro. Aber ich habe zum Beispiel fast nie am Abend gearbeitet. Wenn ich heute einmal im Monat eine Geschäftsleitungssitzung am Abend habe, dann ist das schon viel. Man organisiert sich einfach anders, wenn man innerlich eine gewisse gesunde Distanz zu der ganzen Sache bewahrt. Dazu gehört auch, manche Projekte nicht wahrzunehmen und auszuführen. Und rein privat spiele ich gern Tennis und beschäftige mich mit unserem Hund. Ich habe immer aktiv den Ausgleich gesucht. Man muss loslassen können und darf nicht immer alles an sich reissen.

Sie sagten einmal, dass Sie früher nur Projekte in Grindelwald realisiert haben. Jetzt auch woanders?

Die politischen und wirtschaftlichen Umstände – hier ist beispielsweise die Zweitwohnungsinitiative zu nennen – haben ein Umdenken erforderlich gemacht, sodass wir jetzt auch über den Tellerrand hinausschauen und ausserhalb von Grindelwald aktiv werden. Mit gutem Erfolg übrigens. Und um dies entsprechend handhaben zu können und auch um Grindelwald nicht aus den Augen zu verlieren, ist die neue Aufteilung der Unternehmen so, wie seit dem 1. Januar. Die beratenden, repräsentierenden Aufgaben, die zwangsläufig auch wieder Aufträge für die Gruppe generieren, obliegen zum Teil noch mir. Die operative Ausführung habe ich nun in die vertrauensvollen Hände meiner Mitarbeitenden gelegt.

Wie würden Sie Ihre Rolle im Unternehmen nach der Restrukturierung und der Nachfolgeregelung beschreiben?

Es hat keine wesentlichen Änderungen. Das hat man jetzt schon gesehen. Der Grundsatz ist ganz klar: Ich stehe beratend zur Verfügung, und man kann mich jederzeit fragen. Durch meine Rolle in den verschiedenen Verwaltungsräten bin ich immer noch involviert und kann bei strategischen Entscheidungen mitwirken.

Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitenden? Schaffen die das, jetzt allein die Unternehmen zu führen, die Sie 30 Jahre lang alle zusammen geführt haben?

Ich habe meinen Mitarbeitenden auch vorher schon viel Freiraum gegeben, ihre Abteilungen zu führen und ihre Sichtweisen und Ideen einzubringen. Jetzt, da sie in der Geschäftsführung der jeweiligen Unternehmen sind, ist das nicht anders. Ganz im Gegenteil. Operativ bleibt alles gleich. Jetzt kommt einfach die Führungsaufgabe dazu. Aber auch da geniessen sie mein volles Vertrauen und meine Unterstützung. Ausserdem: Ich bin ja nicht ganz von der Bildfläche verschwunden.